23.Jul.2009 … aller Anfang… und so!
So! Dies hier ist also mein neuer Blog. Als kostengünstige Variante zu dem Fanzine, das ich mit einem Freund (der Junge Mann links.. dementsprechend bin ich rechts :D) gemacht habe. Ebenso wie in dem Heft (names ROGER), wird es auch hier um Musik, Design, Fotografie, Kunst, Comics, Popkultur und allerlei Dinge gehen die mich bewegen. Und ab und an lest Ihr hier auch mal etwas persönliches aus meinem Leben.
Und um den Bogen zurück zum Roger zurückzuschlagen, präsentiere ich Euch als ersten Post.. (Trommelwirbel) … meine Kurzgeschichte aus eben jenem erstem Heft. Viel Spass beim Lesen und vielleicht sieht man sich ja in Zukunft öfter hier.. ich würd mich freuen.
Mädchen der Nacht
Der Raum beginnt sich langsam zu füllen als ich sie bemerke. Ein Mädchen dessen zierliche Figur von einem lockeren Oberteil und einem sandfarbenem Cordrock dezent betont wird.
Trotz ihrer zierlichen Statur wirft sie sich elegant wie eine Horde wild gewordener Bären in die Menge als der erste Ton auf der Bühne erklingt. Einer nach dem anderen fällt ihren grazilen Bewegungen zum Opfer, stolpert und humpelt zur Seite währen sie durch den Raum hüpft und mit der Musik tanzt. Das Türkise Haarband mit den blauen Sternen hat viel zu tun an diesem Abend. Ihre Haare Fliegen in alle Richtungen und machen vor nichts Halt. Ihr Gesicht ist wunderschön und wird mit einem Lachen vergoldet.
Ich ertappe mich dabei wie mir alles auf der Bühne egal ist, die wunderbare Musik und die Band auf die ich mich seit Monaten gefreut habe. Gefesselt durch den Gedanken welcher Name wohl zu dem Mädchen mit den fliegenden blonden haaren gehört.
Ab und zu treffen sich unsere Blicke. Doch ich bin mir nicht sicher ob sie gezielt in dem Meer aus Augen nach meinen sucht oder einfach nur durchschwimmt. Aber ich genieße ihre Augenblicke trotzdem. Möchte darin versinken. In dem Meer aus blau und glitzern. Möchte dieses Lachen, diese Lippen für immer festhalten. Irgendwann streift sie mich als sie an mir vorbei tanzt. Wäre Gott ein Poet würde er mich diesen Moment auskosten lassen. Würde mir gestatten ihre zarte Haut zu berühren und ihren Duft riechen lassen. Aber er ist Realist und so ist die ganze Szene vorbei ehe sie angefangen hat.
Ihr Gesicht erstrahlt als sie auf der Bühne ihr Lieblingslied anstimmen (ich glaube zumindest das es das ist, andererseits: bei diesem lachen kann es nichts anderes sein.). Sie dreht sich nach mir um und schenkt mir einen langen tiefen Blick. Nur mir. Ich muss daran denken das wir uns wahrscheinlich nie wieder sehen werden. Das morgen jeder wieder sein eigenes Leben leben wird ohne eine Band und ohne aufgebrachte Menge, ohne ihre Augen. Erst jetzt merke ich das dass Lied auch mein Lieblingslied ist und stürze mich zu ihr. Ihre Lippen sind von nahem noch schöner. Und diese Augen brauche ich nicht mehr zu erwähnen. Sie nimmt meine Hand und zieht mich in den Strudel aus Schweiß und Haut, wirbelnden Haaren und die-hard-fans, die perfekt jede Zeile mitsingen können. Ich versuche ihr etwas zuzurufen: Ich finde dich wunderbar. Aber meine Worte werden von Gitarren gefressen die einen Schutzpanzer um sie und mich weben. Ein Achselzucken und ein wahnsinnig sexy Lächeln bestätigen mir das sie es nicht gehört hat… egal vielleicht frage ich sie später nach ihrem Namen. Vielleicht auch nach ihrer Telefonnummer.
Ich singe leise ein Lied. Ein Lied das nur ihr gehört, niemandem sonst.
„She´s a galaxy Girl“