25.Nov.2009 Ich und Hip Hop

Wer mich bei Twitter verfolgt dem wird es wohl aufgefallen sein: Ich beschäftige mich wieder mit Hip Hop! Aber Hip Hop und ich haben eine lange Geschichte.

Die ersten weichen wurden schon gelegt da spielte ich noch mit Action Figuren. Ein Freund gab mir mit 11 oder 12 mal ein Tupac-Tape. Das ruhte dann etwas und irgendwann brach es aus. Auslöser war entweder was von den Beginnern oder der Mongo Clikke. So genau weiß ich das nicht mehr. Dazu kam auch das ich anfing mich für Graffiti zu interessieren und feststellte das Hip Hop der Soundtrack dazu ist. Hamburg war meine Tasse Tee und ich lief im Beginner Hoodie rum. Ich holte mir die ersten Dynamite Deluxe Sachen auf Vinyl und hatte auch Deutschlands erstes DJ-Album auf Vinyl.

Dann kam King Kool Savas und sein “Lutsch mein Schwanz” das fand ich noch ganz cool. Aber danach ging meine Begeisterung etwas zurück und ich widmete mich anderer Musik. Namentlich Vocal House. Danach kam meine Lange Punk Zeit in der Hopper Idioten waren. Aber ganz aus den Augen verloren hab ich Hip Hop nie. Graffiti interessierte mich immer noch und ab und guckte ich auf MTV Urban oder Mixery Raw Deluxe rein. Aber das ganze Bling Bling und Gangster getue ging mir immer wieder auf den Senkel. Irgend ein Rap-Song gefiel mir mal hier und da aber ich blieb erstmal bei Punk.

Dann kam ein Besuch in der Schönen Stadt Wien wo ich in einem kleinen Shop die GLW/DRK (glow in the dark magazine) fand. Interessant an diesem Heft ist das es mich irgendwie wieder zurück zu Hip Hop und hin zu Hardcore gebracht hat. Das Heft hatte ein Interview mit Slug, dem Rapper von Atmosphere, der so gar nicht wie der tausendste Gangster wirkte und ziemlich ehrliche Sachen sagte. So wurde ich dann auf den Amerikanischen “Untergrund” aufmerksam und besorgte mir Platten von Brother Ali, Atmosphere, Greyskull und Mf Doom. Der Hip Hop den ich liebte existierte also noch. Und so hörte ich ab und an auch mal wieder etwas Rap.

Dieses Jahr im Sommer fing es dann ganz schlimm wieder an. Durch einen Freund kam ich auf ganz viel altes Zeug von Gang Starr, DJ Premier und Nas und langsam begann Hip Hop sich seinen Platz in meinem Ohr zurück zu erkämpfen. Aber die deutsche Szene sah ich erst wieder durch die Orsons. Da waren plötzlich ein paar Typen die nicht durch hartes getue und Gangsta-Shit auffielen sondern dadurch das sie über Liebe, Freude und Spass rappten. Das imponierte mir. Und so begann ich dann die Deutsche Szene wieder etwas zu inspizieren. Zuerst fand ich Casper dann Huss & Hodn und über Mixery Raw Deluxe Leute wie Marteria und Mädness.

Und Jetzt? Neben mir liegt meine erste Juice Mag seit Jahren. Die deutsche bzw europäische Szene (die Schweiz, Frankreich und England haben auch coole Rapper) reizt mich wieder. Ich hör wieder viel entdecke altes neu für mich und hör mich durch die Alben der letzen Jahre. Ich muss nur die Gangster-Deppen zwischen den guten Leuten rausfiltern. Hip Hop hat mich wieder!

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